Europatriates Kongress: Zukunftsperspektiven statt Jugendarbeitslosigkeit

von Katrin Bihs

In der vergangenen Woche waren wir auf dem ersten operativen Kongress zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit vertreten. Vom 23.-25.06.2014 fanden in der Kongresshalle in Saarbrücken Vorträge, vertiefende Workshops und Podiumsdiskussionen zur Thematik der Jugendarbeitslosigkeit in Europa und dem Konzept der Europatriates statt. Insgesamt diskutierten 507 Teilnehmer aus 24 Ländern über die Herausforderungen der Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Diese stellt ein gravierendes Problem dar: Insgesamt 5,7 Millionen Jugendliche in Europa sind arbeitslos, insbesondere in den Ländern Spanien, Griechenland und Kroatien. Das Konzept der Europatriates sieht vor, Jugendliche aus den betroffenen Ländern temporär in europäische Gastländer zu entsenden, um ihnen dort eine Ausbildung oder Beschäftigung zu ermöglichen und zeitgleich eine Perspektive im Heimatland zu entwickeln.

Methoden und Tools, die unterstützend bei diesem Konzept eingesetzt werden sollen, wurden in den Workshops näher behandelt. Hierunter zählt zum Beispiel die Talentdiagnostik zur Identifizierung von Stärken, Potentialen und Chancen der Jugendlichen. Ebenso wurde die Methode des Gesundheitscoachings näher vorgestellt. Gesundheitliches Risikoverhalten schränkt die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit von jungen Menschen stark ein. Das Gesundheitscoaching zielt darauf ab, Basiswissen und Handlungsstrategien zur gesunden Ernährung sowie zum gesunden Umgang mit Körper und Psyche den Jugendlichen zu vermitteln.

An dieser Stelle wurde deutlich gezeigt, welchen hohen Stellenwert die Gesundheitsförderung für Erwerbslose hat – der Punkt, den wir mit dem AktivA-Training auch umsetzen. Darüber hinaus bieten wir mittlerweile noch das Seminar „Ernährung und Sport“ an, mit dem Trainerinnen und Trainer gezielt Kompetenzen vermittelt bekommen, um Erwerbslose für eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung im Alltag zu sensibilisieren.

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